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Lehrveranstaltung "Digitale Betriebsprüfung"

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Termine:
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1. Freitag, den 13.04.2012, 12 – 18 Uhr:
2. Sonnabend, den 14.04.2012, 09 - 18 Uhr
3. Freitag, den 20.04.2012, 12 – 18 Uhr
4. Sonnabend, den 21.04.2012, 09 - 18 Uhr
5. Termin für Prüfungsgespräch wird noch abgestimmt.
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Raum:
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21/PC-Labor II
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Anrechnung:
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WINF: als Projekt (Laufzeit: 2 Semester)
BWL Bachelor : als Teilleistung für Informationsmanagement I oder II
(Laufzeit: 1 Semester) oder
als Projekt (Laufzeit: 2 Semester)
BWL Master: als Projekt (Laufzeit: 1 Semester)
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Teilnehmeranzahl:
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max. 20 (10 2er Gruppen) |
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Dozent:
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Dr. Ingolf Sulk |
Hintergrund
Die digitale Betriebsprüfung gewinnt immer stärker an Bedeutung. Grundlagen der „Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen“ (GDPdU) sind eine Neuregelung des Steuersenkungsgesetzes und die damit verbundenen Änderungen der Abgabenordnung (§§ 146 und 147). Dadurch wird der Finanzverwaltung ab dem 01.01.2002 das Recht eingeräumt, die steuerrelevanten Daten von Unternehmen im Rahmen einer Betriebsprüfung auch in digitaler Form anzufordern. Präzisiert werden die GDPdU in einem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 16.07.2001. Bereits heute erfolgen mehr als zwei Drittel aller Betriebsprüfungen digital. Dieser Trend zeigt steil aufwärts – und er ist unumkehrbar. Dabei definiert der Gesetzgeber klare Vorgaben, die es zu erfüllen gilt.
Generell gilt: Steuerlich relevant sind Daten, wenn sie für die Besteuerung des Steuerpflichtigen von Bedeutung sind. Hierzu zählen in jedem Fall Daten aus der Finanz-, Anlagen- und Lohnbuchhaltung. Aber auch andere digitale Unterlagen können als steuerlich relevant eingestuft werden. Einen abschließenden Katalog steuerrelevanter Daten gibt es nicht. Die GDPdU verpflichten Unternehmen, steuerrelevante Daten über einen aufbewahrungspflichtigen Zeitraum von mindestens zehn Jahren unveränderbar sowie maschinell les- und auswertbar vorzuhalten. Dabei müssen alle Daten für die drei Zugriffsarten (Z1 = unmittelbarer Zugriff, Z2 = mittelbarer Zugriff und Z3 = Datenträgerüberlassung) für den Prüfer vorgehalten werden.
IDEA ist eine ursprünglich vom Kanadischen Rechnungshof entwickelte Software-Lösung für den Import, die Selektion und Analyse großer Datenmengen. Heute ist IDEA eine eingetragene Marke von CaseWare IDEA Inc. Audicon ist exklusiver Distributor für den deutschsprachigen Markt. Die Software-Lösung wird von der Finanzverwaltung, Unternehmen, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern eingesetzt. 2002 hat die Finanzverwaltung ihre Außenprüfer zur Durchführung der digitalen Steuerprüfung mit IDEA als Prüfsoftware ausgestattet. Die Einsatzbereiche sind vielfältig; so wird IDEA z. B. in der Steuerabteilung, der Finanzbuchhaltung, im Controlling, der internen Revision und der EDV genutzt.
IDEA lässt sich in verschiedenen Bereichen einsetzen, in denen große Datenmengen eine Rolle spielen, z. B. für den Abgleich von Salden einzelner Finanzkonten, Überprüfung der in Rechnungen ausgewiesenen Umsatzsteuersätze, Suche nach doppelt gezahlten Rechnung, Überprüfungen von abweichenden Preisen pro Artikel, Suche nach doppelt angelegten Debitoren etc. IDEA überprüft die Daten zu 100%. Auffälligkeiten sind sofort erkennbar, für Detailanalysen und Weiterverarbeitung der Daten stehen umfangreiche Funktionen zur Verfügung.
(Text von Audicon; weitere Informationen unter: www.audicon.net)
Inhalte der Lehrveranstaltung
1. GdPDU und rechtlicher Rahmen der digitalen Betriebsprüfung
2. Praxiserfahrungen
3. Einführung in Prüfersoftware (IDEA, AIS-TaxAudit von Audicon)
4. Praktische Übungen
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Datenimport
Import von Daten über HSS
Import von Daten im Beschreibungsstandard (SmartX)
Import von Daten über den Importassistenten von IDEA |
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Datenanalyse
Feldstatistiken, Indizieren/Sortieren, Filtern/Extrahieren, ABC-Klassifizierung, Altersstrukturanalyse, Mehrfachbelegung, Lückenanalyse
Summierung, Pivot-Tabelle, Benford-Analyse, Vergleich verschiedener Dateien, Erstellung von Diagrammen, Prüfungsdokumentation, Automatisierung der Datenanalyse (Entwicklung von Datenanalysemakros) |
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Datenaufbereitung
Verbinden von Tabellen |
Ausgewählte Literatur zum Thema "Digitale Betriebsprüfung"
(Literatur ist im Semesterapparat verfügbar)
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Peter Eller: Elektronische Rechnungsstellung und digitale Betriebsprüfung, Dezember 2008, Erich Schmidt Verlag, ISBN: 3-503-07408-2 |
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Rainer Leipp: Die digitale Betriebsprüfung, Grundlagen - GDPdU – Datenarchivierung, Dezember 2008, Vdm Verlag Dr. Müller |
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Volker Hartmann: Digitale Betriebsprüfung (eBook), 2004, Verlag Dashöfer GmbH |
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Ralph Krüger; Bernd Schult; Rainer Vedder: Digitale Betriebsprüfung, GDPdU in der Praxis, August 2009, Gabler |
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Rainer Schuppenhauer: GoDV-Handbuch, Grundsätze ordnungsmäßiger Datenverarbeitung und DV-Revisionen, 6. Auflage. 2007, C.H. Beck, ISBN: 978-3-406-54313-5 |
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Thomas Leibrecht: Betriebsprüfung? Wie man Vorbereitung und Folgen optimal bewältigt, Oktober 2004 , Cornelson, ISBN: 3-589-23670-1 |
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Ingo Kaminski: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen der digitalen Betriebsprüfung. In: SIMAT Arbeitspapiere. Hrsg. Von Michael Klotz, Stralsund: FH Stralsund, SIMAT Stralsund Information Management Team, 2010, (SIMAT AP 2 (2010), 8) |
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Michael Klotz; Ingolf Sulk: Digitale Betriebsprüfung – Handlungsfelder und vorbereitende Datenanalyse. In: Der Betriebswirt 2011, 52. Jg., Heft 1, S. 10-14 |
Durchführung
Es erfolgt zu Beginn des Kurses eine theoretische Einführung. Im Mittelpunkt stehen jedoch praktische Übungen, die in 2er-Gruppen zu absolvieren sind. Zur Problematik der Prüfungssimulation bereiten die Studenten in Teamarbeit einen Kurzvortrag vor. Kurzvortrag und Lösungen der Übungen gehen in die Bewertung ein, ebenso wie ein abschließendes Prüfungsgespräch.
Anmeldung
ab sofort per Mail an
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Unterstützung
| Die Durchführung erfolgt mit freundlicher Unterstützung der Fa. Audicon GmbH, Stuttgart, die die Software zur Verfügung stellt. |
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